erdgeschichtlicher Zeitpfad Markkleeberger - Störmthaler See (Geopfad)
Zwischen Markkleeberg und Störmthal erstreckt sich das längste, je aufgenommene geologische
Profil der Welt. Eine Milliarde Jahre Erdgeschichte konnten die Forscher während des Kies- und
Braunkohlenabbaus sowie der Bergbausanierung hier nachweisen. Die in Markkleeberg-Ost gefundenen
Feuersteinartefakte, die ältesten ca. 280.000 Jahre alt - ordnen Markkleeberg in die weltweit
wichtigsten
archäologischen Fundstellen
ein. Schaber, Klingen, Messer und die Spuren altsteinzeitlicher Werkzeugproduktion sind der
früheste Nachweis für Menschen auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.
Auf Initiative des Vereins Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V. ließen die Stadt
Markkleeberg und die Gemeinde Großpösna das Projekt „erdgeschichtlicher Zeitpfad Markkleeberger und
Störmthaler See“ entwickeln. Mit lebendig gestalteten Informationstafeln, geologischen Fenstern,
Zeitstrahl, Schichtenstapeln und einem Gesteinsgarten soll die Erd- und Menschheitsgeschichte am
heutigen Seenverbund ans Licht geholt werden. Diese Ideen stammen aus der Feder der seecon
Ingenieure, die 2008 den GEOPFAD im Auftrag der LMBV planten.
Im Februar 2009 beschlossen die Stadt- und Gemeinderäte von Markkleeberg und Großpösna die
gemeinsame Realisierung, seitdem bemühen sich beide Kommunen gemeinsam mit dem Verein Erdgeschichte
im Südraum Leipzig e.V. um eine Förderung dieses wichtigen Vorhabens. Dank dem Engagement der LMBV,
der MIBRAG und der GALA-MIBRAG sind seit 2008 viele kleine Spuren des Projektes am See in Gestalt
von Findlingsgruppen und künstlerisch bearbeiteten Findlingen bereits sichtbar.
Geopfad wird Realität
Auf Initiative des Vereins Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V. ließen die Stadt Markkleeberg
und die Gemeinde Großpösna das Projekt „erdgeschichtlicher Zeitpfad Markkleeberger und Störmthaler
See“ entwickeln. Mit lebendig gestalteten Informationstafeln, geologischen Fenstern, Zeitstrahl,
Schichtenstapeln und einem Gesteinsgarten soll die Erd- und Menschheitsgeschichte am heutigen
Seenverbund ans Licht geholt werden. Diese Ideen stammen aus der Feder der seecon Ingenieure, die
2008 den GEOPFAD im Auftrag der LMBV planten.
Im Februar 2009 beschlossen die Stadt- und Gemeinderäte von Markkleeberg und Großpösna die
gemeinsame Realisierung, seitdem bemühen sich beide Kommunen gemeinsam mit dem Verein Erdgeschichte
im Südraum Leipzig e.V. um eine Förderung dieses wichtigen Vorhabens. Dank dem Engagement der LMBV,
der MIBRAG und der GALA-MIBRAG sind seit 2008 viele kleine Spuren des Projektes am See in Gestalt
von Findlingsgruppen und künstlerisch bearbeiteten Findlingen bereits sichtbar.
Erinnerung an den archäologischen Fundort Markkleeberg
An der Seepromenade in Markkleeberg-Ost, unterhalb der Treppenanlage zur Auenhainer Allee wird
mit einer weiteren, 3,50 m hohen Informationsstele an die archäologischen Grabungen erinnert, die
Markkleeberg international bekannt gemacht haben. Die Entwicklung der Informationstafel und der Bau
der Infostele wird durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig
gefördert.
Am oberen Ende der Treppe - und damit in Blickbeziehung der künftigen Informationsstele -
erinnert ein übermannshoher
Gedenkstein
an die ersten archäologischen Funde in der Kiesgrube in Markkleeberg-Ost. Die Umsetzung des
Gedenksteins vom Schillerplatz an den Markkleeberger See und seine denkmalgerechte Sanierung wurde
im Jahr 2008 durch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig gefördert.
Im Jahre 1895 entdeckte Franz Etzold in einer Markkleeberger Kiesgrube die ersten vom
Menschen bearbeiteten Feuersteinwerkzeuge. Bekannt geworden ist Markkleeberg jedoch erst durch
Karl-Hermann Jacob-Friesen, der 1905 Feuersteinwerkzeuge in der Markkleeberger Grube barg, diese
Funde wissenschaftlich auswertete und in Europa bekannt machte. Seine wissenschaftliche
Dokumentation fiel in eine Zeit, in der sich die Urgeschichtsforschung weltweit erst zu entwickeln
begann.














