Adlertor - Eingangstor zum Keesschen Park
Nach seiner umfassenden Instandsetzung ist das Adlertor mit der darauf zuführenden Allee aus
Silberlinden zu einem der begehrtesten Fotomotive Markkleebergs geworden.
Die Existenz des Adlertors, gern als größte neobarocke Toranlage Sachsens außerhalb Dresdens
bezeichnet, verdankt Markkleeberg dem Gautzscher Gutsbesitzer Erich Walther Jakob Kees. Dieser
geriet Ende des 19. Jahrhunderts mit der Gemeinde Gautzsch wegen einer von ihm umgefahrenen
Straßenlaterne auf der damals schlecht instand gehaltenen Koburger Straße in Rechtsstreit. Als Kees
den Rechtsstreit verlor, lehnte er die weitere Benutzung dieser Straße ab. Vom Gut Gautzsch bis zur
Leipziger Neuen Linie im Wildpark ließ er sich umgehend einen Privatweg anlegen, der nach dem
Fahrzeug des Besitzers Equipagenweg genannt wurde. Dem neobarocken Stil seiner Schloss- und
Parkanlage folgte das Adlertor als schmuckvoller Eingang zum Gut.
Die Bezeichnung „Adlertor“ für die Toranlage bürgerte sich durch die leider nicht mehr
vorhandene Bekrönung in Gestalt eines Adlers ein. Das Ensemble besteht aus dem eigentlichen Tor,
das von einem beachtlichen Architrav und darauf sitzenden Voluten überspannt ist, und den noch
vorhandenen vier Feldern der Zaunanlage. Im Mittelrisalit der symmetrischen Bekrönung ist das
Keessche Wappen zu entdecken, markant durch das Horn des ehemaligen Sächsischen
Postmeistergeschlechts.
zum
Keesschen Park
Kontaktinformationen
Adresse:
Equipagenweg
04416 Markkleeberg







