Historische Stadtspaziergänge
Erst 1934 wurde durch Zusammenschluss mehrerer Dörfer die Stadt Markkleeberg gegründet. Führungen durch vier ehemalige Rittergüter und eine Radtour durch alle Ortsteile runden das Bild einer interessanten und vielseitigen Kulturlandschaft im Süden Leipzigs ab.
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Markkleeberg im Westen - Barock, Gründerzeit und Moderne
Das über tausendjährige Gautzsch, heute Markkleeberg West, gehörte seit dem 18. Jahrhundert zu den reichsten Rittergütern Sachsens. In neuem Glanz strahlt die barocke Lutherkirche, 1717 vom Landbaumeister David Schatz erstellt. Die Strukturen des neobarocken Schlossparks gewinnen wieder an Gestalt. Unweit davon finden wir gründerzeitliche Kleinode der Villenarchitektur, die sich Leute wie Felix Zehme, Scheidungsanwalt des letzten Sächsischen Königs, oder der Hirnforscher Paul Flechsig inmitten großzügiger Landschaftsparks bauen ließen. Eine Ikone der Moderne ist Bruno Tauts Wohnmaschine, entworfen für Theaterdirektor Berthold. Ein Gang zum Cospudener See rundet den Spaziergang ab.
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Markkleeberg im Osten - Von der Gotik an die Grube
Im Osten liegt an der Endstelle der Straßenbahnlinie 11 das alte Dorf Markkleeberg, das der
Stadt den Namen gab, weil es so schön deutsch klang. Spätgotisch gefällt die idyllisch an der
Pleiße gelegene Auenkirche, aus der gleichen Zeit rühren die Bauten des benachbarten Rittergutes,
hart umkämpft in den Wirren der Völkerschlacht, wovon ein Museum berichtet. Alle Epochen drückten
dem Ensemble ihren Stempel auf, im Park blühen unzählige Sorten Rhododendron. Von der alten
Wassermühle geht es an den Markkleeberger See, dann weiter in das Villenviertel, vor allem in der
Zwischenkriegszeit von honorigen Leipzigern gebaut.
- Gruppenpreis: 100,00 €
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Markkleeberg in der Mitte - Vom Rathaus in den Herfurthschen Park
Der Zeitungskönig, Konsul Paul Herfurth, erwarb vom Gautzscher Rittergutsbesitzer Walter Kees
1889 einen Großteil des ehemaligen Rittergutes Raschwitz und ließ es zum
Landschaftsparkumgestalten. Auf dem höchsten Punkt wurde nach dem Vorbild des Petit Trianon in
Versailles eine weiße Villa gebaut. Seit den 50er Jahren wurde auf dem Gelände die
Landwirtschaftsausstellung der DDR, die AGRA, durchgeführt und das Areal durch diverse Messebauten
und die neobarocke Parkgaststätte ergänzt. Heute bewirbt sich die Stadt Markkleeberg mit dem
Gelände als Ausrichter der Landesgartenschau 2019. Das benachbarte Dölitz wurde als Eigentum der
kunstsinnigen Leipziger Kaufmannsfamilie Winckler bekannt, die einen Adam Oeser samt seinem
Zeicheneleven Goethe aus der Stadt lockte. Seit Mitte des 19.Jahrhunderts siedelten sich vor allem
im Sommer weitere großbürgerliche Familien, wie die Limburgers, an.
- Gruppenpreis: 100,00 €
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