16. Februar 2011

Zehn Fragen – zehn Antworten zum Zensus 2011

Zensus – was ist das überhaupt?
Der Zensus 2011 erhebt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wo sie wohnen und wie sie arbeiten. Das ist wichtig, denn nur so lassen sich zentrale Fragen beantworten: Brauchen wir mehr Schulen? Gibt es genügend Wohnungen? Und wie viele Menschen erreichen bald das Rentenalter? Ohne den Zensus weiß das niemand so genau. Denn die Zahlen, auf denen derzeitige Planungen basieren, sind nicht aktuell: Die letzten Volkszählungen fanden vor dem Fall der Mauer statt, gesamtdeutsche Daten wurden seither nicht erhoben. Der Zensus 2011 wird somit die Basis für die Entscheidungen von morgen sein. Der Zensus 2011 unterscheidet sich erheblich von einer traditionellen Volkszählung. Hauptsächlich werden dabei Auszüge aus den Registern der Meldestellen und der Bundesagentur für Arbeit von den statistischen Ämtern ausgewertet. Ergänzend sind Befragungen vorgesehen: Das verbessert die Qualität der Daten, außerdem sind nicht alle Informationen, die erhoben werden sollen, in Registern gespeichert.

Wie läuft der Zensus ab?
Der Zensus 2011 unterscheidet sich erheblich von einer traditionellen Volkszählung. Hauptsächlich werden dabei Auszüge aus den Registern der Meldestellen und der Bundesagentur für Arbeit von den statistischen Ämtern ausgewertet. Ergänzend sind Befragungen vorgesehen: Das verbessert die Qualität der Daten, außerdem sind nicht alle Informationen, die erhoben werden sollen, in Registern gespeichert.

Wer macht den Zensus?
Grundlage ist das Zensusgesetz 2011. Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder. Beteiligt sind darüber hinaus die Interviewerinnen und Interviewer sowie die Erhebungsstellen vor Ort.

Wann findet der Zensus statt?
Zensusstichtag ist der 9. Mai 2011 – zu diesem Stichtag werden die aus den Registern übernommenen Daten aktualisiert und die Befragungen starten. Anschließend werden die Einzelangaben in den statistischen Ämtern aufbereitet. Schon ab Herbst 2010 werden die Gebäude- und Wohnungseigentümer über die Gebäude- und Wohnungszählung informiert. Erste Ergebnisse des Zensus 2011 liegen im November 2012 vor, weitere folgen ab Mai 2013.

Warum findet der Zensus 2011 statt?
Deutschland braucht den Zensus – und aktuelle Daten, die die Basis für Planungen, Entscheidungen und Investitionen bilden. Bevölkerungszählungen sind zudem internationaler Standard: Weltweit beteiligen sich mehr als 200 Staaten an der aktuellen Zensusrunde, darunter auch die Europäische Union.

Wer wird befragt?
Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung werden bei der Haushaltebefragung um Auskunft gebeten. Alle 17,5 Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer werden bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt. Zudem werden in Wohnheimen und Gemeinschaftseinrich-tungen Daten erhoben.

Was wird beim Zensus gefragt?
Bei der Haushaltebefragung geht es um Fragen wie Alter, Geschlecht und Familienstand, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund und Religion sowie Wohnsituation, Bildung und Berufstätigkeit. Bei der Gebäude- und Wohnungszählung sind Baujahr, Größe und Ausstattung, aber auch die Nutzungsart (etwa „vermietet“) von Interesse. In den Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungenwerden nur wenige Informationen abgefragt. Aber für genaue Einwohnerzahlen müssen auch deren Bewohner gezählt werden.Befragte müssen Name und Anschrift angeben – die sogenannten Hilfsmerkmale. Diese ermöglichen die Organisation des Zensus: um zum Beispiel zu prüfen, wer bereits befragt wurde, oder um Doppelzählungen zu vermeiden. Hilfsmerkmale werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht, ausgefüllte Bogen vernichtet.

Wie sicher sind meine Angaben?
Vor Ort wird der Zensus von personell, organisatorisch und räumlich unabhängigen Erhebungsstellen durchgeführt. Alle an der Organisation des Zensus 2011 beteiligten Personen werden auf das Statistikgeheimnis und den Datenschutz besonders verpflichtet. Daten dürfen nie an Dritte weitergegeben werden – zum Beispiel auch nicht ans Finanzamt, die Polizei oder die Meldestelle. Es gilt absolute Vertraulichkeit im Umgang mit allen Angaben. Ausschließlich anonymisierte Daten verlassen den abgeschotteten Bereich der statistischen Ämter und Erhebungsstellen.

Was passiert mit den Ergebnissen?
Beim Zensus geht es um strukturierte und verlässliche Informationen zum Leben, Wohnen und Arbeiten in Deutschland. Diese Ergebnisse werden für alle bereitgestellt.

Wo kann ich mehr erfahren?
Im Internet können Sie sich auf www.zensus2011.de umfassend über den Zensus informieren. Auskünfte zum Zensus erhalten Sie auch telefonisch unter der 0611 / 75-20 11.


Links:

MDV-Fahrtenplaner

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung